Psychologische Beratung vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie

 

Informationen zu digitalen Beratungsmöglichkeiten:

  • Videoberatung: eine Liste von Programmen und Anbietern von Videoberatung, dessen Zertifizierung von der Kassenärztlichen Vereinigung für ärztliche Videoberatung anerkannt worden sind: Link
    (zur Orientierung, keine Gewährleistung des gleichen Datenschutzstandards wie bei der Mail-Beratung auf dem Diakonie-Beratungsportal)
  • Online-Beratungsportal der Diakonie Deutschland (Link), Ansprechpartner für die Einrichtung eines sicheren Postfachs für die webgestützte Mailberatung: Jörn Hoffmann, Webmaster, Zentrum Kommunikation, Diakonie Deutschland (Tel. +49 30 652 11-1871, E-Mail)
  • Handlungsempfehlungen zur kurzfristigen Umsetzung von Online-Beratung, Institut für E-Beratung der Technischen Hochschule Nürnberg
    Download PDF
  • Datenschutzhinweise in Corona-Zeiten von der Datenschutzbeauftragten der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke): Download pdf

 

Links / Information zur Weitergabe an Ratsuchende:

  • Erklärvideo: Das Coronavirus Kindern einfach erklärt (BZgA): Youtube-Link
  • Wenn keine eigene Online-Beratung für Eltern angeboten werden kann: Verweis auf die virtuelle Beratungsstelle der bke (Elternberatung):
    bke-elternberatung.de
  • Wenn keine eigene Online-Beratung für Jugendliche angeboten werden kann: Verweis auf die virtuelle Beratungsstelle der bke (Jugendberatung):
    bke-jugendberatung.de

Multiprofessionelle Teams in Psychologischen Beratungsstellen

Ein Forschungsprojekt der Hochschule Hannover in Kooperation mit der EKFuL

Das Projekt untersucht die Personalsituation und Kompetenzprofile der Mitarbeitenden Psychologischer Beratungsstellen in evangelischer Trägerschaft.

Fragebogen: Download

 

Informationen zum Forschungsprojekt: (Pfeil anklicken)###VERSTECKEN###

 

Stand der Forschung und Forschungsziel

Das Evangelische Zentralinstitut für Familienberatung (EZI) hat, gefördert durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, in den Jahren 1999-2001 eine bundesweite Untersuchung zur Multiprofessionalität der Teams kirchlicher Beratungsstellen durchgeführt. Dabei ist untersucht worden, ob Multiprofessionalität nach den vom Deutschen Arbeitskreis für Jugend-, Ehe-, und Familienberatung (DAKJEF) formulierten Standards in den Teams gegeben ist und ob das konkrete Nutzen von Multiprofessionalität nach diesen Standards ebenfalls gewährleistet ist.

Die Studie ergibt, dass die Standards von der Mehrheit zufriedenstellend erfüllt werden (vgl. Hurtienne, 2006, S.148) und zeigt auf, wie fallbezogene Teamarbeit organisiert ist. Mit dem Forschungsprojekt der Hochschule Hannover sollen Entwicklungslinien in der Zusammensetzung und der Nutzung der Multiprofessionalität aufgezeigt werden. Die Untersuchung der Nutzung des Teams beschränkt sich dabei auf die wichtige Rolle der Fallbesprechungen in den Formaten Intervision und Supervision. Um diese Entwicklungslinien aufzeigen zu können, stellen noch zu erhebende Daten über die zu erwartenden Entwicklungen der kommenden zehn Jahre, ebenso wie die vor zwanzig Jahren bereits erhobenen Daten durch das EZI eine wichtige Grundlage dar. Folgende erkenntnisleitende Fragen sind vom Forschungsteam entwickelt worden:

- Wie hat sich die Zusammensetzung der Teams mit Blick auf die Grundberufe, die Zusatzqualifikationen, das Geschlecht und die Stundenanteile verändert?

- Wie hat sich die Beratungskapazität in Bezug auf die Anzahl an Beratungen verändert?

- Wie wird sich die Personalsituation zukünftig entwickeln?

- Wie haben sich Dauer und Häufigkeit der fallbezogenen Intervision verändert?

- Wie wird das Format der Supervision verwendet?

 

Methodologie

Die Erkenntnisse sollen in einem ersten Schritt mit Hilfe einer schriftlichen Befragung, der am häufigsten eingesetzten Methode der empirischen Sozialforschung, ermittelt werden. Dafür ist ein standardisierter Fragebogen mit überwiegend geschlossenen Fragen entwickelt worden (Fragebogen).

Das Team des Forschungsprojektes hat herausgearbeitet, welche der damals erhobenen Daten für das Ziel der Forschung relevant sein könnten und die den Daten zugrundeliegenden Fragen in den jetzigen Fragebogen übernommen, um eine Vergleichbarkeit herstellen zu können. Darüber hinaus wurden zum Beispiel zur Verwendung des Formates der Supervision Fragestellungen entwickelt, die die bereits entwickelten Merkmale der Nutzung von Multiprofessionalität weiter ausdifferenziert.

In Kooperation mit der EKFuL wird der entstandene Fragebogen, der von den Leitungskräften der ca. 700 evangelischen psychologischen Beratungsstellen ausgefüllt werden soll, über ein Online-Tool bzw. als PDF-Version über die Homepage der EKFuL zur Verfügung gestellt. Im Anschluss an die Auswertung der Befragung sollen ggf. qualitative Interviews durchgeführt werden, die einen die quantitative Ergebnisse ergänzenden Erkenntnisgewinn haben.

 

Kontakt

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt erhalten Sie bei:

 


Prof. Dr. Frank Austermann
Hochschule Hannover,  Fakultät V: Diakonie, Gesundheit und Soziales

Telefon: +49 511 9296 3169 / E-Mail

 

 

Psychologische Beratung im multiprofessionellen Team im „Zentrum am Zoo“

EKFuL-Projekt in Kooperation mit der Berliner Stadtmission

Obdachlose und wohnungslose Menschen erhalten oft eine materielle Grundversorgung, die psychischen Bedürfnisse werden seltener beachtet. Mehr als zwei Drittel aller wohnungslosen und obdachlosen Menschen leiden unter psychischen Beeinträchtigungen bzw. schwerwiegenden psychosozialen Problemen, aber nur ein Drittel erhalten eine entsprechende Unterstützung bzw. Versorgung.

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Die Berliner Stadtmission begegnet dieser Versorgungslücke mit dem Angebot der Psychologischen Beratung im "Zentrum am Zoo" (ZaZ) in Berlin. Sie wird "unter einem Dach" mit den bereits etablierten und akzeptierten Unterstützungsleistungen angeboten bzw. ist dort angesiedelt, wo sich die Betroffenen aufhalten. Die Vernetzung ver-schiedener Angebote im ZaZ dient dazu, gemeinsam den Weg zu identifizieren, auf dem die Wünsche und Bedürfnisse der/des Wohnungslosen erfahren und aufgegriffen werden können.

Als evangelischer Fachverband für Psychologische Beratung arbeitet die EKFuL an der Qualitätssicherung und Weiterentwicklung der Beratungsarbeit auf Bundesebene. Bislang gibt es wenig Orientierungs- oder Ansatzpunkte bezüglich der Psychologischen Beratung wohnungsloser und obdachloser Menschen. Daraus ergibt sich die dringende Notwendigkeit für eine unabhängige Begleitung der Psychologischen Beratung und interprofessionellen Zusammenarbeit im ZaZ. Diese Begleitung soll durch das EKFuL-Projekt erfolgen – einerseits, um das Konzept der Psychologischen Beratung und der interprofessionellen Kooperation in diesem Feld fortlaufend, im praktisch-theoretischen Austausch zu reflektieren, weiterzuentwickeln sowie zu dokumentieren, um damit die Qualität in einem bislang wenig bekannten Feld zu sichern. Andererseits sollen die Erkenntnisse und Ergebnisse so aufbereitet und kommuniziert werden, dass daraus ein bundesweit übertragbares Modell erwachsen kann.

Projektlaufzeit: 1.1.2020 - 31.12.2022 (3 Jahre)

Gefördert von: Glücksspirale

Interprofessionelle Kooperation bei PND

Die EKFuL führte zusammen mit dem Bundesverband evangelische Behindertenhilfe e.V. (BeB) und dem Deutschen Evangelischen Krankenhausverband e.V. (DEKV) ein Modellprojekt durch zur Entwicklung von Kooperationsstrukturen zwischen Ärzteschaft, psychosozialer Beratung und Behindertenhilfe sowie Selbsthilfe.

Das dreijährige Projekt begann mit einer Auftaktveranstaltung im Februar 2012 (Dokumentation). Folgende Papiere stehen als Ergebnis der Projektarbeit zum Download bereit:

Positionspapier: "Pränataldiagnostik und Schwangerschaftskonflikt aus ethischer Sicht"

Leitlinien  für die interprofessionelle Kooperation und Beratung und Begleitung schwangerer Frauen und werdender Eltern bei pränataler Diagnostik

Abschlussbericht des Modellprojekts